Reflection prompts für gutes Peer-Feedback in formativen Lernphasen: Eine Schülerin erklärt sich

Ein Praxisbericht von Dr. Monika Wilkening, Gymnasiallehrerin und Mitglied der Arbeitsgruppe Lernen sichtbar machen

Peer Feedback bereichert die vielfältige Palette von Rückmeldeformen im Unterricht. Wie Feedbackgebende und -nehmende gut rückmelden können, ist in der Literatur nachzulesen. Dieser Aufsatz berichtet über die Umstände, die zum qualitativ hochwertigen Feedback führen können und die personalen und sozialen Kompetenzen, die es zu stärken gilt.

Im Rahmen einer Lernaufgabe zur Einführung in die Textarbeit schreiben Englischlernende der 8. Klasse zwei Versionen einer Geschichte, die zweite nach Peer Feedback. Dieses ist hier in die Klassenarbeit verlagert. Der Aufsatz profitiert von dem doppelten Glücksfall, dass eine Schülerin ein sehr hilfreiches Feedback gibt und anschließend noch bereit ist, sich dazu zu erklären. Weiterlesen

Praxisberichte

Hier finden Sie Kurzberichte zu Praxisumsetzungen rund um das Thema Lernen sichtbar machen. Wir suchen laufend nach Erfahrungsberichten aus verschiedenen Bildungsbereichen (Politik, Schule, Unterricht, Ausbildung usw.), die Einblick in und Inspiration für Praxisumsetzungen geben. Zur Erstellung von Praxisberichten steht Ihnen ein Leitfaden zur Verfügung.

Kennen Sie ein solches Beispiel? Senden Sie uns über „Kontakt“ eine Nachricht.

Das Lernen von Studierenden sichtbar machen

Ein Praxisbericht von Dr. Miriam Hess, Akademische Rätin am Institut für Grundschulforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Grundidee des Projekts «ProFee»

Die Hattie-Studie (2009) belegt die hohe Bedeutung guten Feedbacks für das Lernen von Schülerinnen und Schülern. Dabei ist besonders wichtig, dass die Rückmeldungen relevante Informationen zum Ziel, zum Vorankommen und zu den nächsten Schritten enthalten (Hattie & Timperley, 2007). Studien zeigen allerdings, dass Lehrpersonen den Lernenden nur selten solch informative Rückmeldungen geben (z.B. Hattie & Timperley, 2007; Lotz, 2015). Weiterlesen

Feedback macht Lernen sichtbar – auch in Klassenarbeiten

Ein Praxisbericht von Dr. Monika Wilkening, Gymnasiallehrerin und Mitglied der Arbeitsgruppe Lernen sichtbar machen

Im hier skizzierten Lernarrangement einer 8. Klasse Englisch wird gezeigt, wie formative Rückmeldungen von Mitlernenden und Lehrkraft weiteres Lernen optimieren können. Damit Lernen nicht mit der Klassenarbeit aufhört, wird darin eine Anschlussaufgabe gestellt, die es weiter fördern soll. Der Beitrag verdeutlicht ausserdem die drei Feedback-Ebenen «Aufgabe», «Lernprozess», «Selbstregulation».

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Lernende untersuchen Faktoren von Lernen sichtbar machen

Interview von Helena Follmer Zellmeyer mit Christian Graf, Dozent für Fachdidaktik der digitalen Medien am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) in Zollikofen und ehemaliger Sek I Lehrer an den Minerva Schulen Basel

Christian Graf hat 40 Jahre lang an der Sekundarstufe I an den Minerva Schulen in Basel Schülerinnen und Schüler in Mathematik und Geografie unterrichtet. Er hat sie in ihrem Lernprozess mit Lernstrategien im Fach Coaching[1] begleitet. Wirkfaktoren von Lehren und Lernen haben ihn schon immer interessiert.

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Wirksamer Unterricht mit dem TAFEL-Prinzip

Von Thomas Tribelhorn, Leiter Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung der Universität Bern

Wann waren Sie letztmals an einer Fortbildung? Woran erinnern Sie sich? Mit grosser Wahrscheinlichkeit an unterhaltsame Sequenzen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, vermutlich aber auch an Phasen, in denen Sie aktiv Inhalte er- oder verarbeitet haben. Allerdings werden die Ausführungen aus den Referaten (falls es solche gab) bis auf ein paar interessante Aspekte bereits im „Meer des Vergessens“ versunken sein.

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Lehren und Lernen hochschulspezifisch inszenieren

Ein Praxisbericht von Monika Wyss, Studienleiterin und Dozentin an der Hochschule Luzern

Was kann man heute über gute Lehre sagen? Wie kann der eigene Unterricht wirkungsvoll weiter entwickelt werden? Konkrete Antworten darauf suchen Dozierende der Hochschule Luzern (HSLU) im Weiterbildungsprogramm „Exzellenz in der Lehre. Inspiration und Werkstatt“. Dabei nehmen sie u. a. „Lernen sichtbar machen“ zur Hand (Hattie, 2015).

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Aus Fehlern lernen – ein kurzer Erfahrungsbericht

„Ein sicheres Umfeld für Lernende (und für die Lehrperson) ist ein
Umfeld, in dem Fehler willkommen sind und gehütet werden. Aus Fehlern – wie z. B., dass
man in die falsche Richtung oder noch nicht sicher genug in die richtige Richtung
geht – und dem Feedback, das sich daraus ergibt, lernen wir nämlich am meisten. In
gleicher Weise brauchen auch die Lehrpersonen ein sicheres Umfeld, in dem auch sie
durch
den Erfolg bzw. Misserfolg ihres Lehrens von anderen lernen.“
John Hattie (2015) Lernen sichtbar machen, S. 28

Ein Praxisbericht von Monika Pfister, Leiterin Netzwerk Luzerner Schulen*

Wenn wir Lernenden ermöglichen, prozesshaft zu lernen, ist es wichtig, dass man sie ausprobieren und eigene Strategien entwickeln lässt. Dazu benötigen sie Raum und Zeit, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Dieses Thema haben wir in einem Teilnetzwerk des freiwilligen Verbundes „Netzwerk Luzerner Schulen“ besprochen. Lassen wir Lernende aus Fehlern lernen? Wie gehen wir das an? Was sind unsere Erfahrungen?

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Leistungstief adieu! Eine Schule auf Erfolgskurs

Vor zehn Jahren war die Leistung der Schülerinnen und Schüler an der Humboldt-Grundschule in Prescott Valley im Bundesstaat Arizona, USA, besonders schwach. Nur fünf Jahre später gewann die Schule mehrere Auszeichnungen und liegt heute deutlich über dem Leistungsniveau vergleichbarer Schulen. Evaluation, Zusammenarbeit und das Lernen sichtbar machen führten zu diesem Erfolg.
Von Stefan Lohri und Fabian Steiner

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